Forschungsprojekt "SediClean"

Forschungsprojekt für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Reinigung von hoch belastetem Sediment in Gewässern

Hintergrund

Jedes Jahr werden mehr als 50 Millionen Tonnen Sediment aus Deutschen Gewässern umgelagert, um die Fahrrinnen der Schifffahrtswege zu erhalten und Auflandungen zu beseitigen. Die Umlagerungen sind erforderlich, um den natürlichen Sedimenthaushalt und die Funktionsfähigkeit der Gewässer zu sichern oder wiederherzustellen. Teile des Sediments sind chemisch so hoch belastet, dass sie nicht umgelagert werden können. Bisher existieren keine effektiven Verfahren, um die belasteten Sedimente direkt in der Gewässerumgebung zu reinigen.

Ziel des Forschungsprojekts

Im Forschungsprojekt SediClean wird ein innovatives Reinigungsverfahren entwickelt, mit dem kontaminierte Sedimente vor Ort so behandelt werden können, dass eine sichere Rückführung in den natürlichen Wasserkreislauf möglich wird.

Ziel des Projekts ist die deutliche Reduzierung der ökotoxikologischen Einstufung des Sediments. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Verringerung häufig vorkommender und schwer löslicher organischer Schadstoffe wie:

  • MKW (Mineralölkohlenwasserstoffe)
  • PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
  • PCB (Polychlorierte Biphenyle)

Überführung in den Technikumsmaßstab

Aufbauend auf den erfolgreichen Laborergebnissen soll das Verfahren anschließend in den Technikumsmaßstab überführt werden. Ziel der Technikumsanlage ist der Nachweis, dass die hohe Reinigungsleistung auch bei größeren Volumina stabil erreicht werden kann und dass das Verfahren in gewässernaher Umgebung technisch umsetzbar ist.

Darüber hinaus soll die Anlage automatisiert werden, um langfristig ein wirtschaftliches und industriell einsetzbares Verfahren zu entwickeln.

Entnahme von Sedimentproben (Bild: TH Köln)

Projektüberblick

Projektziel 
Entwicklung eines neuartigen Reinigungsverfahrens für hoch belastetes Sediment in Gewässern.

Projektpartner
SedimentWorks GmbH, Technische Hochschule Köln: Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften, Labor für Wasser und Umwelt und Labor für Geotechnik und Tunnelbau.

Fördermittelgeber
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Laufzeit 
36 Monate (Projektstart: 01.04.2024)